Zahnprophylaxe in der Volksschule

Allgemeines

Die Kinder in Volksschulen und sonderpädagogischen Einrichtungen werden zwei Mal im Jahr von ihrer Zahngesundheitserzieherin besucht. Für jede Schulstufe stehen zwei Programme zu unterschiedlichen Themen zur Verfügung, sodass die Schüler am Ende ihrer Volksschulzeit über ein beachtliches Wissen zum Thema Zähne verfügen.
In den sonderpädagogischen Einrichtungen nehmen wir natürlich Rücksicht auf die besonderen Bedürfnisse der Klassen bzw. einzelnen Kinder.
Spiele, Versuche, theoretische Wissensvermittlung, Ausarbeitung von Arbeitsblättern, Partner- und Gruppenarbeit, Erarbeitung und Festigung der Zahnputztechnik und Entspannungsphasen wechseln sich ab.
Unser vorrangiges Ziel ist es, den Kindern zu einem positiven Verhältnis zu den Vorgängen in ihrem Mund zu verhelfen und sie zu eigenverantwortlichem Handeln zum Wohle der Zahngesundheit zu motivieren.


Vorschule
 

Bei beiden Besuchen geht es um Mundhygiene. Über die Geschichten vom kleinen, grünen Krokodil sollen die Kinder die Notwendigkeit des regelmäßigen Zähneputzens erkennen.

Die schon im Kindergarten erlernte Zahnputztechnik wird geübt, ebenso die richtige Handhabung der Zahnputzutensilien.

Natürlich ist auch Max Prophylax mit seinen drei Symbolen zu Gast.

  
1. Klasse
Auch in der ersten Klasse geht es noch einmal um Mundhygiene. Der beeindruckende Versuch mit Kamm und Wolle macht den Sinn der Rot-Weiß-Technik deutlich. Die Kinder kennen nun die Abfolge der Reinigungsschritte beim Zähneputzen bis hin zum richtigen Mund Ausspülen und Auswaschen und Aufbewahren der Zahnbürste.
Beim zweiten Besuch steht Anatomie der Zähne im Vordergrund. Milchzähne, Wackelzähne, Bleibende Zähne, Zahnlücken - was lacht uns nicht alles aus dem Spiegel entgegen und will im selbstgebasteltem Papiergesicht festgehalten werden.
  
2. Klasse
Schneidezähne, Eckzähne, Backenzähne – in dieser Stunde erfahren die Schüler viel Wissenswertes über Formen und Funktionen der Zähne. Vieles wird ausprobiert oder dargestellt und ist so leicht zu begreifen.
Wenn wir die Zähne nicht pflegen, bekommen sie Karies. Aber auch das Zahnfleisch kann krank werden! In der Lupendose können gesunde und kariöse Zähne betrachtet werden. Am großen Styroporzahn demonstriert die Zahngesundheitserzieherin die Entstehung einer Zahnfleischentzündung. Besonders spannend wird die Entstehung von Karies veranschaulicht. Wie in jeder Unterrichtseinheit werden gemeinsam die Zähne geputzt.
  
3. Klasse
Lustiges Begriffe-Raten führt zum Thema der Stunde: Fluoride. Der Versuch mit dem Ei und dem Elmex-Zahngel beweist eindeutig, dass unser Zahnschmelz Fluorid braucht um widerstandsfähig gegen die Säureangriffe zu sein.
Als Drittklässler zählt man ja schon zu den Großen!
Feucht und warm ist es in unserem Mund - der ideale Tummelplatz für Millionen von Bakterien. Leicht kann Zahnbelag entstehen, kaum zu sehen, aber dennoch gefährlich.
Heute haben die Schüler die Gelegenheit zu überprüfen, wie es bei ihnen in puncto Plaque aussieht. Die Zahngesundheitserzieherin färbt bei jedem, der möchte, die Zahnbeläge ein, die anschließend natürlich gründlich entfernt werden.
  
4. Klasse

Zucker - der Körper braucht ihn, das wissen die Schüler. Aber brauchen wir wirklich die vielen Süßigkeiten, wie es uns die Werbung täglich weismachen will? Und was ist mit dem versteckten Zucker in so vielen Lebensmitteln? Wie war das mit der Verbreitung der Zuckerrübe und des Zuckerrohrs?
Diese und viele andere Fragen zum Thema Zucker werden in dieser Stunde beantwortet und anschaulich dargestellt.

Mindestens sechs Jahre Zahnprophylaxe (zwei Jahre Kindergarten, vier Jahre Volksschule)! In einem Zahngesundheitsquiz stellen die Schüler ihr Wissen unter Beweis.
Zum Abschied gibt es eine Urkunde für die Zahngesundheitsprofis.
In der Hauptschule bzw. im Gymnasium geht es weiter. Differenzierteres Wissen, neue Themen - und eine neue Zahngesundheitserzieherin.
  
  
 

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